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 Süd-Amerika Teil1

 

Süd-Amerika Teil 2+3

 

                    Hilu

         ... liebt die Natur

 

 

                   Sigo

        ... liebt Schokolade

 

 

           PUMMEL         

         ...... liebt Diesel

 

Reisebericht 116..........Fotoalbum am Ende des Berichts

Veröffentlicht am 17.09.2014

Mexico Teil 2  Chiapas    Von San Cristobal über Agua Azul nach Palenque

10.09.2014

 

 

Auf der ehemaligen Rancho „San Nicolas“ bleiben wir genau eine Woche. Wir lernen Blanco (Weiss) und ihre beiden Teenies kennen... Tochter Amarillo (Gelb) und Sohn Azul (Blau). Sie tragen weiße Leinenkleidung … Blanco unterrichtet ihre Kinder selbst. Nach Yoga und Lernen wird gebacken, gebastelt, musiziert … am Nachmittag gehen sie zu Fuß in die Stadt, um ihre hausgemachten Produkte in San Cristobal zu verkaufen. Davon leben sie … wohnen in einem der alten Arbeiterhäuser auf der Ranch. Die Frage ist … wann brechen die Kinder aus diesem Leben aus. Sie sind gebildet … noch scheinen sie glücklich zu sein.

 

 

 

Blanco lädt uns ein … sie wollen die Vollmondnacht für die Mayas celebrieren. Wir treffen uns im Innenhof eines Restaurants in der Stadt. Auch Freunde kommen … schrille Typen, nicht nur aus Mexico. Die mitgebrachten Flöten, Trommeln, Digeridous werden auf einer Decke verteilt ... Amarillo und Azul zünden ein Kräuterfeuerchen an, um die Luft von allem Bösen zu reinigen. Die kleinen Trommeln sind feucht … müssen am Feuer getrocknet werden, um die richtige Tonlage zu bekommen. Jeder spielt … egal auf welchem Instrument. Für uns ist es ein Kauderwelch von Musik. Wir fallen auch nicht in Trance wie zwei andere Besucher... genießen nebenbei ein lecker Abendessen.

Aufbruch … unser neues Ziel ist Santo Domingo de Palenque. Und wieder geht es durch die Berge … wir folgen der MAYA-Route durch unzählige kleine Dörfer, die rechts und links an der Hauptstraße liegen. Die Straße ist geteert, jede Menge Schlaglöcher … noch mehr Topes. Das hält auf! Dazu kommen für heute noch eine Straßensperre (Kinder spannen ein Seil quer über die Straße und fragen nach Pesos) und eine Militärkontrolle. Für die „Straßensperre“ haben wir ein paar Münzen parat liegen, für die Militärs haben wir kein spanisches Verständnis. Zieht diesmal aber nicht … man weist uns auf ein riesiges Plakat in englischer Aufschrift … Drogenkontrolle, die für unsere eigene Sicherheit sei. O.K. … wir lassen den neugierigen Officer einmal alle Schubladen aufziehen, überprüfen, ob alle für die Fahrt wieder verriegelt sind und fahren auch schon wieder weiter. Bevor es für den Rest des Abends nur noch regnet … erreichen wir die lohnenswerten Cascaden „Agua Azul“.

 

 

Es sind nur 5km Abfahrt von der Mex.199 ... die Straße ist geteert. Tja, in der Regenzeit muß man sich überlegen welche Straßen man fährt oder nicht fährt.

Da wir erst nach 17.00h den Schlagbaum zu den Cascaden erreichen … entfällt für uns die Parkplatzgebühr von 39 Pesos pro Person. Dafür zieht uns der „freundliche“ Kassierer für die Eintrittsgebühren mit 10 Pesos „über den Tisch“. Bevor wir auf ein gültiges Ticket bestehen können, ist er mit unseren 70 Pesos verschwunden und läßt uns die Tickets durch seinen Kollegen übergeben. Auf den Tickets steht 30 Pesos pro Person …. und der Kollege hat ja kein Geld.Agua Azul … Blaues Wasser nennen die Mexicaner diese Cascaden. Vor dem starken Regen ist das Wasser tatsächlich noch blau … stürzt als weißer Schaum in die Tiefe. Kilometerlang ziehen sich die Wasserfälle durch den Regenwald ... am Parkplatz sind sie am breitesten und am schönsten.

 

Auch hier wieder (zu) viele Stände der Einheimischen, die ihre Handarbeiten anbieten. In einem Restaurant treffen wir Elena aus Uruguay und Julio, den Argentinier. Die Beiden sind seit einem Jahr mit ihren Fahrrädern unterwegs. Sie sind so nett … wir laden sie zu einem Bier ein. Mit wenig Geld kommen sie über die Runden, übernachten preiswert … meist irgendwo nahe der Straße in ihrem kleinen Zelt. Für unsere heutige Strecke haben sie 10 Tage gebraucht. Die Beiden haben übrigens auch Willi getroffen … in Ha-omek-Ka. (Notiz an Willi: Konnten dort leider keinen Parkplatz für Pummel finden, sonst hätten wir Sliviana und Florian besucht … schade).

Erst am Morgen hört es wieder auf zu regnen. Wir brechen früh auf, erleben die fantastischen, nebelverhangenen Berge.

 

 

Die Schwüle und die Wärme nehmen mit jedem Kilometer zu … auch die Natur wird immer tropischer. Die Früchte der Ölpalmen sind reif und werden geerntet. Die riesigen „Trauben“ werden abgeschlagen, gesammelt und verladen. In Palenque werden sie zu Speiseöl … Aceite, verarbeitet. Weil Alemania Weltmeister im Fussball geworden ist, stellen sich die Amigos wie ein Fußballteam für ein Foto zur Verfügung.

 

 

Mayabell“ … unser nächster Campingplatz, nur einige Kilometer bis Palenque, zwei Kilometer bis zu den archäologischen Ruinen der Mayas. Bevor wir die antiken Steine in Angriff nehmen … gewöhnen wir uns nur langsam an die tropische Schwüle. Kaum angekommen haben wir Glück... in den saftigen Baumwipfeln besucht uns eine Brüllaffen-Familie. Eine ganz Stunde können wir die regen und gefräßigen Affen beobachten ... bevor sie im dichten Dschungel wieder verschwinden.

 

 

Der Platz liegt inmitten des Regenwaldes … hat seit langer Zeit mal wieder einen Pool, in dem man auch baden kann. Die Cabanas mit ihren Schaukeln und Hängematten sind übers Wochenende komplett ausgebucht … auch die offenen Strohhütten sind von Rucksack-Reisenden gut besucht. Mit einem Mobil sind wir die einzigen Camper. Die Abende verbringen wir so lange es geht draußen. Das Zirpen der Grillen, das Geschnalze der Geckos und das Leuchten der Glühwürmchen sorgen für eine stimmungsvolle Unterhaltung. Gegen Morgen kann man in der Ferne das Gegröle der Brüllaffen und das Gezwitscher der exotischen Vögel hören.

 

 

Nach dem Wochenende erkunden wir die Maya-Ruinen. Mit dem Sammeltaxi lassen wir uns zum letzten und höchsten Eingang bringen (guter Tip von Willi). Wir sind früh unterwegs … es hatte die ganze Nacht geregnet und der Dschungel ist nur so am dampfen. Vor uns liegen die riesigen Bauten der freigelegten Maya-Temple. Die meisten der Pyramiden schlummern noch unter dem feuchten, grünen Urwald … schätzungsweise ist erst ein Drittel ausgebuddelt.

 

 

Jahrhundertelang hatte die Stadt der Mayas unter dem dichten Urwald geschlummert. Die zwischen 600 bis 900 n.C. entstandenen Bauten wurden von Forschern im 19. und 20. Jahrhundert wiederentdeckt. Es war eine Sensation für die Archäologen, als sie den Sarkophag des Herrschers Pacal entdeckten und öffneten. Viele Grabbeilagen waren aus Jade … ein kleiner Teil ist heute hier Museum zu besichtigen. Die schönsten Stücke haben wir bereits im National Museum in Mexico-City gesehen.

 

 

Wir erklettern und durchlaufen die Ruinen … im Nacken die Reisegruppen mit ihren Guides. Wir stellen uns die damaligen Bedingungen vor … sind beeindruckt von deren Leistung. Für uns sind die Ruinen hier in Palenque bisher die Schönsten. Den Rückweg laufen wir bergab entlang der Cascaden … kommen bei der hohen Luftfeuchtigkeit noch einmal so richtig ins Schwitzen.                                                              17.09.2014

 

 

                                                             Hier geht´s zum neuen Fotoalbum!

 

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