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 Süd-Amerika Teil1

 

Süd-Amerika Teil 2+3

 

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Reisebericht 011..........Fotoalben jeweils am Ende des Berichts

Veröffentlicht am 28.12.2012

USA Alabama   Montgomery, Hurrican Fort Toulouse

 

24.12.2012

Heftiger Regen, Blitze und Donnerschläge verkürzen unsere Nacht. Auf unserem Dach findet Silvester statt. Die dicken Tropfen landen wie Knallerbsen…..die auf den Luken, sind am lautesten. Unser gesammeltes Holz für das Weihnachtsfeuer ist klatschenass, der Campground wird stellenweise zu einem See.

Wir entscheiden, heute unseren seit Tagen geplanten Besuch nach Montgomery zu unternehmen. Dort können wir, wenn es immer noch regnet, in einem Cafe oder einer überdachten Mall verweilen. Montgomery, am Alabama-River gelegen, ist die Haupstadt Alabamas, hier befindet sich das erste „WHITE HOUSE“,  Amerikas.

 

 

Die Stadt ist menschenleer, die Stadt ist autoleer, zum Parken haben wir die große Auswahl. Montgomery ist eine Geisterstadt, kein kleines Cafe,  nur Banken, Makler- oder irgenwelche Regierungsgebäude. Der Besuch wird ein Kurzer. Die Sonne scheint, wir schwitzen in unseren Regenjacken bei ungewöhnlichen 20 Grad. Auf der Rückfahrt versuchen wir die Menschen zu zählen, die wir in der Innenstadt gesehen haben, wir kommen auf 10, darunter sind drei asiatische Touristen.

 

Auch auf dem Campground ist es genauso leer, es fehlen die PKW´s der Riesengespanne. Wahrscheinlich sind die Leute unterwegs in den großen shoppingcentern, um ihre letzten Geschenke einzukaufen.

…Wir werden beschenkt. Ein local farmer kommt mit seinem Golfbuggy auf den Platz, voll beladen mit Orangen und Äpfeln, er verteilt das Obst, an die, die da sind. Er möchte zu Weihnachten etwas Gutes tun, war auch schon im Hospital und hat dort Obst an die Kranken verschenkt. Für uns ist er der Weihnachtsmann, wir unterhalten uns lange mit ihm.

Er war nicht immer Farmer, er hat viele Jobs gemacht. Früher hat er Lokomotiven gewartet, Lokomotiven aus Deutschland, gebaut von Henschel in Kassel. Jetzt bräuchten wir einen Kalender  vom Henschelmuseum mit den alten Lokomotiven, wir würden diesen dem Weihnachtsmann schenken.

 

 

Nach traditionellem Kartoffelsalat und Würstchen gehen wir früh zu Bett. Laut Wetterberichten ist ein Hurrican, aus dem Westen kommend, für den 25./26. vorhergesagt. Er ist noch ein Tag Zeit, unser Campingwart Abraham übernimmt die watch auf dem Radio, verspricht uns, zu klopfen, wenn es brenzlich wird. Er zeigt uns den Schutzraum, in den wir dann gehen müssen.

Wir legen vorsichtshalber ein paar Taschenlampen (danke Eberhard, die Kopflampe können wir gut gebrauchen) , ein paar warme Jacken und Gummistiefel griffbereit. 5.20h, ich werde wach, höre ein Motorgeräusch. „Sigo, wach auf,  Abraham kommt“. Abraham kommt, er fährt vorbei, …….im Mondschein kann ich auf dem Pickup die Angeln sehen…Abraham versucht wahrscheinlich, noch einen Weihnachtskarpfen zu fangen…..Wir müssen weiter warten.

Es ist nachmittags, die Hurrican-Nachrichten kommen jetzt halbstündlich im Radio. Die Regionen, die der Hurrican in ein paar Stunden erreichen wird, schliessen Montgomery mit ein. Wir müssen abwarten, es ist nicht unser erster Tornado, in Australien heißen sie, Cyclon.

Der Hurrican geht mehr gen Süden und Nordflorida. Für unsere Gegend bleiben starke Gewitterstürme, bis zu 70meilen die Stunde. Alle 10 Min. wird die neue Position des Sturms durchgegeben. 21.00 h, starkes Klopfen an unserer Tür. 5 Minuten später sind wir im vorgegeben shelter. Zehn Personen, vier Pinscher und ein Bordercollie. Wir rücken auf den Duschbänken zusammen. Das Donnern und der Regen sind sehr laut, die Blitze erhellen den Raum.

 

Wir sitzen mit Kissen und Taschenlampen bewappnet zusammengerückt auf den Duschbänken. Wenns kracht, schaut jeder langsam von unten nach oben unters Dach. Das Radio ist kaum noch zu verstehen. ….es wird ruhiger, der Sturm läßt nach, es regnet noch  kräftig. ..22.15 Entwarnung…mit dem Hinweis, daß der Hurrican, seine Richtung ändern könnte und wir werden aufgefordert, die Radios eingeschaltet zu lassen.

Wir sind erleichtert, wünschen uns MERRY CHRISTMAS und verkrümeln uns.

 

 

28.12.2012

Fort-Toulouse, wir verlassen nach 10 Tagen unseren inzwischen heimischen Platz mit seinen netten Menschen. Bevor wir uns „on the road“ begeben,  halten wir auf LOWES Parkplatz. Die haben immer ein offenes Netz mit der schnellsten Verbindung…. kurz e-mails checken, skypen, Wetternachrichten verfolgen und wir sitzen wieder im Cockpit. Wir lieben es, hierin zu sitzen, haben es schon fast vermißt. Das Wetter ist gut, der Sturm hat seine Spuren hinterlassen, die Flüsse sind braun und viele Felder und Wiesen stehen unter Wasser.  

Unser Ziel für heute ist Adalusia, 150 km südlich, in den CONECUH-National-Forest.

Für ein Picknick unterwegs suchen wir nach einem schönen Plätzchen, aber wie überall in Alabama, sind auch hier die Grundstücke nach dem Rechenkästchenprinzip verteilt. Jeder qm ist in Privatbesitz. Wir finden einen Parkplatz, direkt am See neben einer Bootsrampe……das wurde aber auch Zeit. 

Bevor wir am späten Nachmittag zu dem `Open-Pond-Camp` fahren, wollen wir uns Kartenmaterial im Visitorcenter besorgen. Es scheint, als hätte die nette Dame schon den ganzen Tag auf uns gewartet. „Where have you been last time?“ „Fort-Toulouse“ „Oh, we can top it, 3 Dollars a night, beside the lake, no power, but hot shower and water.” Wir verabschieden uns mit einer dicken Umarmung…unglaublich, wir kannten uns doch nur 10 Minuten.

 

Durch den Forest  muß kürzlich ein rieisges Feuer gegangen sein. Die kahlen Baumstämme sind schwarz, der Boden ist überdeckt mit frischem Grün, gedüngt von der Asche. Wir campieren direkt am Ufer des Lakes, bleiben bei 10 Grad noch lange draußen…. der Regen macht uns das Feuer aus.

Bei Tageslicht, sehen wir erstmal, wie schön es hier am Open Pond ist. Wir laufen die Trails um die Seen ab, sammeln Feuerholz und backen Brot. Auch diesen schönen Platz werden wir wieder verlassen.

Durch Kiefernwälder, an Baumwollfeldern vorbei fahren wir endlich in den Süden. Wir wollen Silvester irgendwo am Gulf of Mexico verbringen. In diesem Sinne,

EUCH ALLEN einen GUTEN RUTSCH in das NEUE JAHR.

 

Hier geht´s weiter mit dem neuen Fotoalbum !!!

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USA Alabama   Montgomery, Hurrican Fort Toulous